
Es ist tatsächlich eine noch frühere Schmetterlingsdarstellung aufgetaucht. Es handelt sich allerdings nur um eine Bleistiftskizze für ein Acrylgemälde. Letzteres ist nicht mehr in meinem Besitz, aber ich meine mich zu erinnern, dass der Schmetterling auf dem endgültigen Gemälde ebenso wie die Blattlaus und die vielsagende Käferaussage "Summ..." gar nicht mehr auftauchte. Im Mittelpunkt stand dabei vielmehr die herausfordernde Haltung des Maikäfers, da die Intention des Werkes ganz klar im Anprangern der Maikäferdiskriminierung lag.

Nun wieder eine Vektorgrafik aus den Tiefen meiner Festplatte. In diesem Fall hatte ich die Existenz des Bildes tatsächlich vollkommen vergessen. Fing vielleicht dort schon die Vorliebe für die Darstellung von Schmetterlingen an? Oder noch früher? Ich werde nachforschen.

Ein weiterer Cartoon aus der im Sande verlaufenen Cartoon-Kooperation. In diesem Fall stammt der Text von Christoph Herrmann.

Und noch eine fiktive Werbeanzeige, die ich auf meiner Festplatte hab schlummern sehen.

Ein weiteres Festplatten-Fundstück. Diesmal handelt es sich um einen Cartoon, der im Rahmen einer Kooperation mit Christoph Herrmann und Stefan Krah entstand. Geplant waren eigentlich monatlich erscheinende Cartoons, bei denen immer reihum einer den Text schreibt und ein anderer eine Illustration beiträgt. In diesem Fall stammt der Text von Stefan Krah. Ein sehr gutes Beispiel für große Interpretationsfreiräume für den Illustrator.
Das Vorhaben ist zwar schließlich im Sande verlaufen, ein paar Cartoons sind dabei aber entstanden. Weitere Fundstücke folgen in Kürze.

Wenn ich so meine Festplatte durchforste, stoße ich oft auf begonnene, verworfene und vergessene Ideen. Manchmal entdecke ich sogar fertige Illustrationen, die ich zum Zeitpunkt des Erstellens als der Veröffentlichung unwürdig erachtet hatte. Mit etwas Abstand können sich diese Schläfer entweder als Müll bestätigen oder in meiner Einschätzung steigen. Letzteres ist bei dieser fiktiven Werbeanzeige/Produktgestaltung der Fall.
Den Produktnamen übersetze ich lieber nicht.

Schönheit, Schmetterlinge...pah! Das vorerst letzte Bild aus der Reihe. Die Schmetterlingssammlung ist beinahe erschöpft. Und ich ebenso. Deshalb werde ich mich von nun an von der Schönheit abwenden und mich Erschöpfungs-, Angst- und Aggregatzuständen widmen.
Das nächste Tier im Fokus: der Rabe (Bild folgt in Kürze)

Als Josef sein achtundsiebzigstes Lebensjahr vollendete, dachte er über Schönheit nach. Er dachte über den elsässischen Wein nach, den er vor vierzig Jahren getrunken hatte. Er dachte an die Mitternachtssonne auf den Lofoten, die er in seinen besten Jahren erleben durfte. Er erinnerte sich an die pfirsichweiche Haut der Prostituierten, die ihn beim Schlendern durch die Herbertstraße zu einem Geschäft überreden wollte. Er dachte an die Hafenkneipe "Zum Anker", in der er kurz darauf vom Barhocker gefallen war. Und plötzlich dachte er an nichts mehr.
Links seht ihr eine kleine Montage vom Entwurf zum Werk. Das ganze Werk findet ihr unter freie Arbeiten.

Weihnachten war immer schön. Die ganze Familie kam zusammen, eine Seltenheit. Vor der Bescherung wurde ausgiebig in Revieren der Kindheit spaziert, während Vater ein exquisites Mahl zubereitete. Nach der Rückkehr aus der Kälte wurde das mehrgängige Festmahl feierlich verspeist. Dazu gab es ausgewählte Weine. Sönke machte das Essen schlecht und sprach bewusst über Fäkalien, Sex und Gewalt, um Tabus zu brechen, das Niveau zu senken und der Schönheit Einhalt zu gebieten.

Hektor hatte die Schnauze voll. Er wollte einfach nicht mehr. Er befestigte das Seil sorgfältig am Mittelbalken, knüpfte eine vorbildliche Schlinge, stellte sich auf den Stuhl und legte das grobe Seil um den Hals. Er atmete tief durch und schloss die Augen. "Nur noch ein einziges Mal die Welt sehen.", dachte Hektor, öffnete erst ein Auge, dann beide und ließ seinen Blick durch den dunklen Raum schweifen. Staubige Möbel, ein defekter Spielautomat, eine ranzige Küche. Hektor blickte am Seil empor und hielt inne.

Ich traf einen Mann, der Schmetterlinge sammelte. Er besaß einen ganzen Saal mit Vitrinen, in denen unzählige Schmetterlinge in den tollsten Farben schimmerten. Ich schlenderte an den Vitrinen vorbei, betrachtete mal diesen, mal jenen. Schließlich fragte ich den Sammler: "Welcher ist Ihr liebster Schmetterling?" Der Mann schaute mich nur fragend an. Ich fragte anders: "Welchen finden Sie am schönsten?" Der Sammler schwieg. Ich ging zu einer Vitrine und zeigte wahllos auf ein Exemplar. "Finden Sie diesen schön?" "Bah!", rief der Mann. Ich erschrak und suchte hastig einen mir schön erscheinenden Falter. Ich fand einen gelb schimmernden und fragte: "Vielleicht der hier?" "Geh mir weg mit dem!!!", antwortete der Sammler aufbrausend. Ich machte einen inzwischen ängstlichen letzten Versuch. Ich wies mit meinem Finger auf ein wahrlich prachtvolles Exemplar. Groß, mit elegant geschwungenen Flügeln, schimmerndem Rot, sanftem Gelb und intensiv leuchtendem Blau. "Und dieser?", fragte ich mit gebrochener Stimme. "Zum Kotzen!", bellte der Sammler, zerschlug die Vitrine und aß den Falter.
Und nun auch zum Aufklappen...

"Bist du traurig?", fragte man mich. "Möchtest du über deine Gefühle sprechen?", sagte man mir. "Wenn du über deine Probleme reden möchtest, bin ich für dich da.", versicherte man mir.
Vielen Dank für die Anteilnahme, aber ich hatte einfach Lust, einen hässlichen Freak mit Bärchenkostüm zu bauen.
Weitere Fotos meines neuen Freundes findet ihr im Bereich freie Arbeiten.
Ein neuer, diesmal etwas abwegigerer Entwurf für das Cover der Band Qualm ist gerade fertig geworden. Ausgangspunkt war die Eingangstür des Fabrikgeländes, auf dem sich unser Atelier befindet. Eine schöne, verrostete Stahltür mit ordentlich Schmand drauf. Vorläufige Ergebnisse seht ihr bei den Auftragsarbeiten.
Die passende Musik dazu gibt es auf http://www.qrocks.me/

Am Samstag (5.11.2011) ist es soweit. Die Lange Nacht der Kölner Museen steht an und unser Atelierhaus Kunstwerk e.V. ist nach langer Umbaupause wieder dabei.
19:00-3:00 Uhr
Raum 260
offenes Atelier
Weitere Informationen findet ihr hier.

Zur Abwechselung habe ich mal wieder per Hand gearbeitet. Im Bereich freie Arbeiten ist vor allem neues in Richtung Collage und Mischtechnik zu finden.
Diese und weitere Arbeiten können am 5.11. von 19-3 Uhr auch in echt betrachtet werden. Zur "Langen Nacht der Kölner Museen" öffnet das Kunstwerk und damit auch unser Atelier seine Pforten.
Dazu später mehr...

Ich habe eine neue Illureihe begonnen. Es handelt sich dabei um Porträtillustrationen von bekannten Persönlichkeiten aus Film und Musik. Die ersten Opfer sind Alela Diane, Jeff Bridges, Klaus Kinski und J. Mascis. Im Bereich Auftragsarbeiten sind die Illustrationen groß zu betrachten.
Ich kam gerade in den Genuss, das Cover für die EP der Band Qualm gestalten zu dürfen. Ein Genuss, da nicht nur die Musik zum Illustrieren einlädt, sondern auch der Titel der Platte derart metaphorisch ist, dass die Idee zur Illustration auf der Hand lag.
Die passende Musik dazu gibt es auf http://www.qrocks.me/

Vor ein paar Tagen dachte ich über die grundlegendste Frage des Kapitalismus nach: "Welche Bedürfnisse könnte man in den Köpfen der Konsumenten erzeugen?"
Es dauerte nicht lange auf das bereits bestehende Bedürfnis zu kommen, Nackte anzuschauen. Jeder spannt gerne. Aber niemand will als Spanner gelten. Da gab es mal eine Lösung: Die Röntgen-Brille... nicht schlecht!
Aber was wäre, wenn man nicht nur nicht als Spanner auffallen würde, sondern sogar als weltmännischer Herr durchginge, indem man die Brille trägt? Das Röntgen-Monokel ist die Lösung!